7 Todsünden der Innovation, die Sie vermeiden sollten

Innovation ist längst mehr als ein Trend, ein Buzz- oder Modewort – das haben die vergangenen Monate mehr als deutlich gezeigt. Innovation ist absolut erforderlich, um den Erfolg in Zukunft zu sichern. Leider behaupten noch immer viele Unternehmen sie seien innovativ, sind es aber gar nicht, doch warum? Wird das Thema immer noch zu wenig ernst genommen? Fehlt es an Ressourcen? Mangelt es an Innovations-Treibern? In diesem Blog entlarve ich die 7 Todsünden der Innovation, damit Sie nicht in die Falle tappen. 

Todsünde 1: Das Ego
Eine Todsünde, die Innovation verhindert, ist das eigene Ego. Menschen lieben ihre Komfortzone, denn dort fühlen sie sich sicher und wissen, was sie erwartet. Sobald Veränderungen diesen sicheren Raum gefährden, schalten viele sofort in den Kampfmodus. Sie wollen sichern, was sie zu schätzen gelernt haben und lehnen Innovation und neue Ideen ab. Oft wird die Innovation durch diese Einstellung des Ego ausgebremst. Mit Engstirnigkeit wird sich vehement dagegen gesträubt Veränderung zuzulassen, ohne zu wissen, dass am Ende vielleicht etwas viel Besseres für jeden Einzelnen rauskommen kann. Jedoch riskieren Unternehmen und Mitarbeitende viel, wenn sie nicht aufbrechen ins unbekannte Land der Möglichkeiten. Lassen Sie das eigene Ego hinter sich und gehen Sie den Weg der Innovation. 

 

Todsünde 2: Innere Strukturen

Aus der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, aber auch kulturellen Entwicklung heraus hat sich Struktur als das Maß der Dinge etabliert. Was außerhalb der zugehörigen Vorgaben und Regeln passiert, wird vom System abgekoppelt. Der Blick nach links oder rechts ist höchstens ein rascher. Verstehen Sie mich an dieser Stelle bitte nicht falsch, ich bin absoluter Fan von Strukturen – und brauche sie, um meinen kreativen Geist, sobald es nötig ist, im Zaum zu halten. Aber: Wenn Strukturen nicht pausiert, teilpausiert oder zumindest weiterentwickelt werden, findet Innovation keinen Platz. Manchmal ist es notwendig, sie sogar per Sondergenehmigung auszuhebeln. Dazu braucht es natürlich Mut. Und genau der Mut, innere Strukturen aufzubrechen, ebnet Ihnen den Weg in eine innovative Zukunft – seien Sie mutig.

 

Todsünde 3: Mitarbeiter wollen nicht

Sie wollen voller Begeisterung eine neue Idee umsetzen, doch Ihre Mitarbeiter ziehen nicht mit? Alleine schaffen Sie es nicht Innovation auf den Weg zu bringen – Sie brauchen die Unterstützung Ihrer Mitarbeiter. Vielleicht tun sich manche aufgrund ihrer Persönlichkeit oder Erfahrungen aus der Vergangenheit schwer mit Veränderungen. Sie wollen am liebsten alles so beibehalten und schätzen nichts mehr als Routine. Machen Sie solchen Mitarbeitern die Innovation schmackhaft. Setzen Sie auf Transparenz und erklären Sie, was Ihre Mitarbeiter in Zukunft erwartet und wie die einzelnen Schritte aussehen und umgesetzt werden. Räumen Sie Ihren Mitarbeitern ein Mitspracherecht ein, sammeln Sie Vorschläge und Ideen, holen Sie Feedback ein. Je mehr die Mitarbeiter ein Teil der Innovation sind, desto mehr wollen Sie die Innovation.  

 

Todsünde 4: Die Führung nimmt Innovation nicht ernst

Innovation ist in der heutigen Zeit absolut wichtig und Führungskräfte können es sich nicht mehr leisten sie nicht ernst zu nehmen. Gibt es im Unternehmen keinen Schirmherren, der die Hand schützend über die Innovations-Denker und Innovations-Umsetzer hält, ist ein Scheitern vorprogrammiert. Und wenn Sie als Führungskraft neue Ideen schon nicht ernst nehmen, wie sollen es dann Ihre Mitarbeiter tun? Innovation kann nur gelingend stattfinden, wenn Menschen den Mut bekommen, aus ihrem Kämmerlein herauszukriechen und frei zu denken. Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter und leben Sie vor, dass Sie Innovation begrüßen und ernst nehmen. 

 

Todsünde 5: Orientierungslosigkeit

Die Welt der Innovation ist groß und so kann es passieren, dass man schnell die Orientierung verliert. Gerade in der aktuellen und andauernden Krisenzeit gibt es einen enormen Handlungsdruck. Wer jetzt ahnungslos in die falschen Dinge investiert, verliert mitunter viel Geld. Doch es gibt einige Mittel und Methoden, um der Innovationsorientierungslosigkeit entgegenzuwirken. Zum Beispiel eine Innovationsstabsstelle, die regelmäßig den Markt sondiert oder eine externe Innovationsberatung, die einen Gesamtüberblick gibt. Nutzen Sie diese Maßnahmen, um auf Kurs zu bleiben und die Orientierung zu behalten.

 

Todsünde 6: Scheitern verboten

Niemand scheitert gerne – und niemand scheitert erfolgreich. Jedoch können mit den gemachten Erfahrungen und einer konstruktiven Fehlerkultur neue Wege erschlossen werden, die am Ende zu ganz anderen Resultaten führen. Innovation ist ein fortwährender Prozess und folgt keiner geraden Linie. Lassen Sie im Unternehmen zu, dass auch nach rechts, links oder über Kopf gedacht werden darf, auch wenn nicht jeder Weg zu einem Ergebnis führt – denn erfolgreiche Innovation kann nur gelingen, wenn Scheitern erlaubt ist.

 

Todsünde 7: kein Geld für Innovation

Manchmal erliegen Unternehmen noch dem Irrglauben, das neue Ideen kein Budget brauchen. Vielleicht trifft das zu, wenn diese im Kopf der Mitarbeiter geboren werden, nicht jedoch, wenn es an die Umsetzung geht. Räumen Sie also der Innovation auch ein Budget ein. Grundsätzlich einen festen Betrag freizumachen ist kein schlechter Gedanke, allerdings sollte man bei Innovation nicht in festen Budgets denken. Denn bei neuen Ideen weiß man nicht immer, was einen erwartet. Es gibt solche, die kaum Geld kosten und solche, die auch mal mehr verschlingen. Ein Richtsatz ist hierbei: Je früher Sie in Innovation investieren, desto mehr werden Sie langfristig sparen.

 

Jetzt kennen Sie die 7 Todsünden der Innovation und können entgegenwirken, damit der Innovationsteufel keine Chance mehr hat.