Hinter dem Tellerrand warten großartige Ideen

Innovation und Scouting gehören zusammen wie Spaghetti und Tomatensoße – nur in der Kombination können sie ihre volle Wirkung entfalten. Wird das Scouting auch mit Weitblick betrieben, kommt noch die Extraportion Würze hinzu. Scouting heißt sich permanent auf dem Markt umzusehen, was es Neues gibt. Wer im eigenen Bereich bleibt, macht schon einiges richtig, aber die wirklich großartigen Ideen warten, wenn man auch über den Tellerrand hinausblickt.

Regelmäßig zu überprüfen, welche Neuerungen, welche Auswirkungen haben, ist wichtig, um bei all den Innovationen nicht den Überblick zu verlieren und vor allem nicht blind jeder Idee hinterherzujagen, die sich nach wenigen Monaten als sinnlos herausstellt. Sich intensiv mit den Beobachtungen des Marktes auseinanderzusetzen, ist natürlich nicht nebenbei gemacht – deshalb sollte jedes Unternehmen auf eine Innovationsabteilung oder zumindest eine Innovationsstabsstelle setzen. Je nachdem ob Traditionsunternehmen oder Start-up sollten die nächsten 10 oder 20 Jahre im Blick behalten werden oder vielleicht auch nur die nächsten 5 Jahre. Wichtig ist es, vorauszudenken und verschiedene Szenarien durchzuspielen. 

 

Kleine Schraube, große Wirkung

Mit Weitblick zu scouten bedeutet, abzusehen, welchen Impact, eine Innovation haben kann, also was aufgrund dieser Neuerung alles passieren könnte. Natürlich wird nicht alles davon ein Volltreffer sein, aber es ist besser, sich schon im Vorfeld mit dem Gedanken anzufreunden, um dann zu wissen, welche Konsequenzen für mich als Unternehmen auftreten könnten. Mit unternehmerischem Weitblick lässt sich so vorab überlegen, wie man aufgestellt sein müsste. Ist es vielleicht nur eine kleine Stellschraube, die heute justiert werden müsste, damit sich das große Rad der Innovation leichter drehen lässt? Hierzu ein kurzes Beispiel aus der Corona-Zeit: Hätten Unternehmen, die vielleicht nur über stationäre Computer, eine lokal installierte Software, Telefone und ein klassisches E-Mail-Programm verfügen, bereits vor Corona nur ein paar kleine Dinge, wie ein Chatprogramm eingeführt, wäre der Schritt ins Remote Office zu gehen, zumindest ein bisschen leichter gewesen. Erst dann etwas zu ändern, wenn das Kind quasi schon in den Brunnen gefallen ist, ist viel komplizierter als während des laufenden Geschäfts kleine Neuerungen zu implementieren.  

 

Augen auf beim Scouting 

Beim Scouting ist es wichtig, dass man nicht immer nur im eigenen Saft kocht, sondern auch artähnliche Unternehmen unter die Lupe nimmt. Zum Beispiel könnte ein Pharmaunternehmen, das Psychopharmaka herstellt, erkennen, dass der Markt sich zu skalierbaren 1:1-Ratgebern, in Form von Chatbots entwickelt. Das Unternehmen sollte nicht ignorieren, dass eine solche Technologie vorhanden und mittlerweile schon so ausgereift ist, dass auch sehr komplexe Themen besprochen werden können: Das könnte eine Frühdiagnose für Depressionen oder eine Burnout-Gefährdung sein. 

 

Aus Sicht des Pharmaunternehmens könnte es sich negativ auswirken, wenn die Menschen durch eine Früherkennung eventuell keine Medikamente mehr benötigen. Auf der anderen Seite wäre es aber ein gesellschaftlicher Gewinn, wenn so etwas frühzeitig erkannt werden könnte. Doch das Unternehmen hat auch eine wirtschaftliche Verantwortung seinen Mitarbeitern gegenüber. Was also tun? Warum nicht selbst genau eine solche Technologie gegen eine Kostenbeteiligung oder über eine Krankenkassen Übernahme anbieten? Anstatt die Augen zu verschließen und zu hoffen, dass kein anderes Unternehmen etwas Passendes anbietet, gilt es selbst aktiv zu werden und Chancen nutzen. 

 

Wollen auch Sie die Chancen oder Risiken einer Innovation abwägen, wissen was am Markt alles passiert und Neues voranbringen? Dann schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an.